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Das Frauenbild der 50er und 60er Jahre im Spiegel zeitgenössischer Printmedien


 

                               

Früh übt sich..."Wenn ich wüsste, wie", "Kleines Anstandsbuch für junge Mädchen."

 

"Schwamm drüber", "Eine Schönheitsfibel für junge Mädchen"

 

"Jeder hat mich gern", "Kleiner Wegweiser für junge Mädchen".


 

 "Vom Backfisch zum Teenager" (1955): "Schon der optische Eindruck, den die vierzehnjährigen Mädchen bieten, sagt, daß wir uns eine neue Weltanschauung in bezug auf die Entwicklung zulegen müssen. Diese Entwicklung fängt ja schon 1940 an und die Jahre danach waren durchaus nicht geeignet, eine rosarote Kindheit zu bescheren. Die Mädchen wuchsen unter Spannungen heran, deren Ausmaße groß genug waren, erwachsene Menschen vollständig zu verändern. Eine Zeit, die den Vernünftigsten begriffsleer machte, wurde zum tatsächlichen Begleiter der kleinen Unfertigen."

Annemarie, Marion, Geertje, Eva, Gabriele, Christel, Renate, Barbara

 


 

"Der naturgegebene Beruf der Frau"

"Unsere Zeit hat zwar das törichte Vorurteil gegen die unverheiratete Frau als "alte Jungfer", "biologische Niete" und dergleichen ziemlich überwunden. Aber das starke Hinstreben des Mädchens zum Mann und zur Ehe ist natürlich heute ebenso vorhanden wie früher. Viele wählen lieber eine noch so zweifelhafte Ehe als das Alleinbleiben. Die sogenannte "Torschlußpanik" bring das ältere Mädchen in eine abstoßende und gefährliche Haltung. (...) Die Frau ist von Gott mit Leib und Seele auf den Mann hin erschaffen ("Wir wollen ihm eine Gefährtin machen..."). Das ist in sich gut. Allerdings ist es nun ihre Sache, daß der starke natürliche Trieb sich nicht selbstständig macht, sondern von den seelischen Kräften aufgefangen und gehalten wird. (...) Haupt- und Mittelstück des ehelichen Berufes ist das Gattin-sein. Ist so vielfältig und verschiedenartig wie die Menschen selbst. (...) Der Mann ist ein anderer als du und wird es immer und in jeder Situation bleiben. Anders nicht nur, weil Einzelpersönlichkeit, sondern der Gattung nach. Gerade das ist gut und reizvoll und bindet immer neu. Darum aber ihn niemals von dir und der eigenen Art aus beurteilen und Ansprüche stellen, sondern s e i n e Eigenart zu erkennen und zu werten bestreben. Sich selbst loslassen und zu ihm hinübergehen. Dann aber die eigene Art und Kraft helfend und ergänzend einsetzen. Gefährliche Krise, wenn die Frau anfängt, sich nicht verstanden zu fühlen. Sorgen, daß sie i h n versteht (im Beruf, seinen religiösen Auffassungen, politischen Interessen, sein Steckenpferd) und ihm hilft. Das ist das Wesen der Liebe und bringt ganz sicher auch eigenes Glücklichsein mit sich." - aus "Die Jungführerin - Führerinnenzeitschrift und amtliches Mitteilungsblatt des Bundes der Katholischen Jugend." (1952)

 


 

 

"Mit 182.50 Mark nach Australien...

 

 ...das kann jede Frau!" sagt Herta Klier, die um die halbe Welt trampte." - REVUE - die Weltillustrierte (1952)

 

 


                                       

"Zwischen heute und morgen" (1950)

 

"recht nette Mädchen" (1954)

 

"Meine Welt - Ein Jahrbuch für Mädchen" (1954)

 


                                   

"Mach's gut kleine Tippfix" (1954)

   "Marlies hat große Pläne" (1955)    

 


                                         

"Mit 16 in die Kurve" (1960)

 

"Teenager sind nicht von gestern" (1961)

 

"Wir Mädchen" (1966)

 


 

"Kleine Frau mit großen Sorgen"

"Voller Eifer und Hingabe schaltet und waltet sie in ihrem bunten freundlichen Puppenhaushalt. Denn hier sind alle Teile aus Kunststoff, leicht zu reinigen, farbenfroh, haltbar und naturgetreu." - Anzeige, Chemische Werke Hüls Aktiengesellschaft, 1962

 

 


 

 

"Heiratsfähig...

sind diejenigen jungen Mädchen, die sich geistig mit dem Beruf des Mannes beschäftigen können, die inneren Charme haben und die trotzdem etwas vom Haushalt verstehen. Man sollte die sogenannte >große Liebe< eigentlich schon hinter sich gebracht haben, wenn man sich verheiratet. Die wirkliche Liebe kommt wohl erst in der Ehe...Den weltgewandten Mann ziehe ich vor, da er mir über meine eigene Unsicherheit hinweghilft." (1954)

 

 

 

 

                                                                                      "Heiratsfähig...

sind alle wirklich selbstständigen Mädchen. Ich heirate nur aus Liebe. Männer schätzen es, wenn man sie anhört. Es stärkt ihr Selbstvertrauen...Ein gewisser Egoismus muß dem Mann vorbehalten sein...Viele Freundschaften vor der Ehe sind überflüssig, aber ein paar wertvolle nützen der kritischen Urteilsfähigkeit." (1954)

 

 

 

 

 "Heiratsfähig...

- Erfahrungen vor der Ehe interessieren mich nicht. Vielleicht heirate ich den ersten, in den ich mich sehr verliebe. Ob ich den äußerlich sicheren oder den etwas schüchternen Mann vorziehen würde? Ich kenne viel zuwenig. Das kann ich nicht beurteilen. Wenn ich schon heirate, muß es auch bis zum Großmutteralter dauern." (1954)

 


 

"Ich teste meine Braut", Zeitschriftenartikel (1954) - Bildunterschriften: "Im ersten Rausch waren diese beiden jungen Menschen ein Herz und eine Seele. Nichts konnte sie trennen." - "Aber sehr bald stellten sich Fehler heraus. Inge konnte nicht pünktlich sein. Regelmäßig kam sie zu spät." - "Inge brachte Paul mit ihrer übertriebenen Eitelkeit oft zur Verzweiflung. Sie wurde mit dem Make-up nie fertig." - "Wegen der Disharmonie ihrer Beziehungen reagierte Inge die wachsende Nervosität in Zigaretten und Kaffee ab." - Inge erwies sich als zu geschwätzig. Was man ihr anvertraute, erzählte sie brühwarm der neugierigen Nachbarin." - "Paul benutzte jedes Zusammensein mit Inge dazu, um ausgiebig Zeitung zu lesen. Inge ärgerte das maßlos." - "Paul zeigte Anlagen von Geiz. Ständig rechnete er Inge vor, wieviel er ihretwegen schon wieder ausgegeben habe." - "Nach all diesen Krachs vertrugen sie sich wieder. Aber sie waren gar nicht glücklich in ihrer Liebe.":

 


 

"So sollte die Frau auch die Politik mitbestimmen..."

"Dr. Erich Mende - Mitglied des Deutschen Bundestags - Bundesvorsitzender der Freien Demokratischen Partei - Bonn, im Juil 1961"

Liebe, verehrte Leserin, Sie wissen, daß in wenigen Wochen ein neuer Bundestag gewählt wird. Wissen Sie aber auch, daß dann 21 Millionen Frauen und nur 16 Millionen Männer über das weitere Schicksal unseres Volkes entscheiden? Schon darin zeigt sich die staatspolitische Bedeutung der Frauenstimmen. Sie überwiegen die Männerstimmen um über 5 Millionen! Das ist die tragische Bilanz des zweiten Weltkrieges. Denn dieses Übergewicht der Faruen ist das Ergebnis seiner schrecklichen Verluste mit über 5 Millionen toten und vermißten Soldaten.

Millionen Frauen sind Witwen geworden. Millionen können nicht heiraten, weil der in Betracht kommende Ehepartner aus dem Krieg nicht heimgekehrt ist. Diese Frauen stehen allein im Lebenskampf. Bisher hat sich die Bundesregierung kaum um sie gekümmert, obwohl sie im wahrsten Sinne des Wortes Opfer des letzten Krieges sind. Neben der seelischen Not, allein zu sein und bleiben zu müssen, tragen sie auch materielle Sorgen. Da gibt es keine "familiengerechten" Wohnungen, keine Steuervergünstigungen und keinen gesicherten Lebensabend. Aus meiner Familie kenne ich auch die täglichen Sorgen der Hausfrauen und Mütter. Ich höre bei Tisch meine Frau über die steigenden Preise klagen. Ich beobachte als Familienvater den unregelmäßigen Schulunterricht meiner beiden Kinder., und ich weiß auch, wie schwierig es ist, bei dem Verkehrsgewühl immer pünktlich zu sein.

Es ist wirklich so: Die Frauen tragen die Last der kleinen und großen Unzuträglichkeiten des Alltags. Dabei haben sie einen entscheidenden Anteil am wirtschaftlichen Geschehen. Durch ihre Hände gehen mehr als drei Viertel der täglichen Ausgaben. Die Hausfrau kauft ein, sie wählt aus, sie bestimmt weitgehend Qualität und Preis und damit unser Marktgeschehen.

So sollte die Frau auch die Politik mitbestimmen, indem sie nicht nur wählt - sondern überlegt wählt! Wir wollen weiter denken, denn vieles kann wirklich nicht so bleiben wie es jetzt ist. Darum zählt Ihre Stimme am 17. September nur, wenn Sie richtig wählen. - Ihr Erich Mende" - Zeitschriftenwerbung

 


Eine komplette Haushalts-Aussteuer im Wert von 2000 DM - 1953 "der Sehnsuchtstraum jeder Braut". So werden z.B. für den Unterposten "sonstige Küchengeräte" 81,40 DM veranschlagt. Dieser Posten besteht im Einzelnen aus: 1 Kuchendünster, 2 Reibeisen, 1 Gemüsehobel, 1 Kartoffelstampfer, 1 Drehschaumschläger, 1 Kaffeemühle, 1 Kaffeesieb, 1 Schüttelsieb, 2 Drahtuntersetzter, 2 Asbestteller, 1 Teigbrett, 1 Fleischbrett, 3 kleine Holzbretter, 1 Nudelholz, 1 Trichter, 1 Eieruhr, 1 Zitronenpresse, 1 Fleischwolf, 1 Tauchsieder, 1 Kochbuch... "Und wenn Sie das alles zusammen haben, meine Damen, können Sie getrost heiraten. Aber, im Vertrauen, es geht auch mit weniger, denn kleine Lücken kann man auch mit eingespartem Wirtschaftsgeld ausfüllen."

 


        

In den Warenhäusern wurden spezielle Artikel, insbesondere Bettwäsche ...

 

und Handtücher, in "Aussteuerqualität" angeboten. Einige Beispiele sind HIER zu sehen.

 


 

 

"Die Versorgung der Kinder...

liegt jeder Mutter am Herzen - Wir bieten für den Sohn die Söhne-Ausbildungs-Versicherung zur Sicherstellung der Mittel für Berufsausbildung und Studium

für die Tochter die Töchter-Aussteuer-Versicherung zur Sicherstellung der Mittel für die Aussteuer" (Zeitungsanzeige des Gerling-Konzern in einer Frauenzeitschrift, 1947)

 

 


"Farbige Aussteuer? Farbe in modernen Wohnungen ist heute eine Selbstverständlichkeit. Farbe bringt Wärme und Wohnlichkeit. Warum nicht auch im Schlafzimmer? Umgeben Sie sich mit Ihren Lieblingsfarben - schaffen Sie sich Ihr persönliches Reich!" (Werbung Irisette-Werke, 1958)

 


 

 

"Die junge Dame"

- Zeitschrift aus dem Jahr 1950 inklusive "Aussteuer-Preisausschreiben": Als Preise sind fünfzig 15teilige Kaffeeservice zu gewinnen. "Weitere Aussteuer-Preisausschreiben mit vielen schönen Gewinnen sind geplant. Früher oder später sollen auch Sie ein gutes Stück für die Aussteuer gewinnen. Wäre doch gelacht, wenn Sie kein Glück haben." Weitere Themen im Heft: "Ich bin noch nicht entdeckt", "Mir steht kein Hut!", "So benimmt sich die junge Dame", "Man tanzt am besten in die Ehe" oder "Bettina soll nicht auf die Bühne":

 


 

 

 

 

"Das Schlankheitsbrevier"

"schlankwerden - jungbleiben" (1952) - Die Schlankheit ist ein Ausdruck des Zeitgeistes. Nicht umsonst hat man sie zur Göttin erhoben, nicht grundlos ist das Dickerwerden zum Schreckgespenst der modernen Frau geworden und gefürchteter als eine schlimme Krankheit. Eine schlanke Gestalt hilft auf dem Weg zum Glück."..."Ist eine gewisse Grenze der Dickleibigkeit überschritten, dann vermag auch die raffinierteste Schnittausarbeitung von Büstenhaltern und ein mit allen Finessen ausgearbeiteter Gürtel nicht mehr die Schlankheitsillusion vorzutäuschen. - Das ist peinlich. Noch Schrecklicheres droht. Das Dicksein gefährdet den Bestand der guten Beziehungen zwischen Mann und Frau und gleicht einem Minenfeld vor dem ehelichen Schlafzimmer."

 


 

                       

"Ja, ATA habe ich immer im Hause! Das Putzen ist dann viel einfacher! - "...genauso, wie es sich die Hausfrau für den modernen Haushalt wünscht!" (1959)

   

 


                                 
"morgens REI - mittags frei!" (1954)   "Küchenarbeit - Ein Vergnügen" - Wien (1958)

 

                         

Frauensache..."Mein Reich - Die moderne Anbauküche"

 

"Küchen - Etwas für Sie - meine Damen"

 


 

 "Rettet die Hausfrau!"

"Die Vielgeplagte - Unsere Zeit stellt ungewöhnliche Anforderungen an die Hausfrauen. Infolge der verlagerten oder abgesunkenen wirtschaftlichen Verhältnisse können sich viele keine Hausgehilfin mehr leisten. Die Wohnungen sind beschränkt, die Dinge stoßen sich hart im Raume. Aber das ist es nicht allein. Hinzu kommen die vielen großen und kleinen Sorgen des Alltags in einer kritischen Zeit. Das kostet Nerven. - Trotzdem wollen die Männer ihre Frauen hübsch und gepflegt sehen. Wenn sie vom Beruf nach Hause kommen, wünschen sie mit einem fröhlich lächelnden Gesicht, dem man Sorgen und Nöte nicht ansieht, empfangen zu werden. Und so wird von der Hausfrau von früh bis spät immer nur "verlangt". - Gibt es da kein Entrinnen, keinen Ausweg, keine Rettung? Natürlich gibt es das! Der Mann muß bei sich selbst anfangen. Er soll aufhören, den Pascha zu spielen, der sich nach der Berufsarbeit daheim in den bequemen Sessel wirft, die Zeitung zur Hand nimmt, die Zigarre in den Mund nimmt und sich ausruht. So ausruhen möchte jede Hausfrau auch gerne einmal am Tage, aber woher die Zeit nehmen? (...) Abgesehen von der persönlichen Mithilfe  sollten die Männer einsehen, daß die Hausfrauen, ähnlich wie sie in ihrem Beruf, ein Anrecht darauf haben, bei ihrer schweren häuslichen Arbeit durch moderne technische Geräte entlastet zu werden. (...) Das Beste und Modernste an technischen Errungenschaften ist für die Hausfrau gerade noch gut genug!" - aus "Ihre Freundin" (1950) - Themen des Hefts z.B.: "Mehr Elektrizität in jedes Haus!", "Große Wäsche - ein Kinderspiel", "So sieht mein Alltag aus", "Elektro-Haushaltsmaschinen setzten sich durch", "Hausfrauenarbeit gegen Lohn?", "Mehr KIndergärten"

 

 


Junghans Küchenuhr  " - - davon träumt Mutti schon lange - Und das Schönste ist, wer sie ihr schenkt, zu Weihnachten, beglückt auch gleich die ganze Familie. Denn so eine Junghans ist ja für Mutti das "tickende Gewissen" in der Küche." (1950)

 


 

 

 

 

 

"Gleichberechtigung für die Hausfrau"

"Überall ist man bestrebt, sich die Arbeit durch technische Hilfe zu vereinfachen. Lediglich die geplagte Hausfrau muss noch allzu oft ihre Küchenarbeit wie zu Großmütterchens Zeiten verrichten. Dabei ist es doch so einfach, den berechtigten Ansprüchen der Hausfrau nachzukommen. Gönnen wir ihr doch vor allem die Hilfe der BOSCH-Küchenmaschine. Dieses erstaunlich vielseitige Küchengerät bringt neben Arbeitserleichterung Kräfteersparnis und Zeitgewinn." (1957)

 


 

"Ruhe! Geheimsitzung! Im Nebenzimmer vom "Goldenen Hirsch" sitzen sie, die Herren der Schöpfung. Ihr Thema: Was schenken wir eigentlich  unseren Frauen zu Weihnachten? - "Praktisch soll es sein", meint der eine. "Schön soll es sein", flüstert der Ästhet. "Preiswert muß es sein", fordert der Rechner. - Wir machen Ihnen einen salomonischen Vorschlag, meine Herren:  Wählen Sie als Festgeschenk ein Electrostar-Hausgerät! Verbinden Sie das Schöne mit dem Praktischen! Schenken Sie fürs Herz und für den Verstand: Ein zum Verlieben schönes und dabei unsagbar hilfreiches Electrostar-Hausgerät, das Ihre Frauen endlich von den schweren Lasten und Mühen des hausfraulichen Alltags befreit!" (1956)

 


 

 

"Die motorisierte Hausfrau"

"Man kann sie täglich sehen, die Hausfrau im Auto, auf dem Motorroller, auf dem Moped beim Einholen. Zeit ist Geld, und motorisiert zu sein, ein Vergnügen. Aber es ist merkwürdig, daß so manche dieser fortschrittlichen Hausfrauen in der Küche immer noch mit veralteten Werkzeugen arbeiten, wie Rührlöffeln, Schneeschlägern, Reiben, Schnitzelmessern und dergl., die sie zwar sehr geschickt handhaben, die aber nicht motorisiert sind. Diese Hausfrauen nehmen Zeitverlust und Einbuße an Geld und Arbeitsfreude in Kauf, anstatt ganz ernstlich an die Anschaffung einer Bosch-Küchenmaschine oder eines Bosch-Kühlschrankes zu denken. (...) Zeit- und arbeitssparende BOSCH-Erzeugnisse, wie BOSCH-Kühlschränke und BOSCH-Küchenmaschine, dienen dem Fortschritt, der Gesundheit und dem Wohlbehagen." - Zeitschriftenwerbung (1955)

 

 


 

"Der braven Frauen Weihnachtstag" -  "Die bewährten Electrostar-Haushaltgeräte (Staubsauger, Bohner, Starmix-Küchenmaschinen, Heißlufttrockner) erhalten Sie zu günstigen Teilzahlungsbedingungen in allen guten Elektro- und Haushalt-Fachgeschäften." - Zeitschriftenwerbung der "Electrostar GmbH, Reichenbach (Fils)" (1952)

 


                                 

"Auf den ersten Blick - Frigor und keinen anderen!

 

"Leichtere Hausarbeit durch moderne Elektrogeräte" (1960)

 

"Bosch bringt der Hausfrau bessere Zeiten" - "Modegespräch am Waschtag? Natürlich ist das möglich, wenn Sie sich auf die BOSCH Waschmaschine verlassen." (1959)

 


Frau Lehnbach: "Ja, wissen Sie, als mein Mann gesehen hat, daß man mit dem Starmix nicht nur Riesenmengen, sondern auch kleinste Quantitäten verarbeiten kann, hat er sich überzeugen lassn, daß auch für uns zwei Personen der Starmix als Küchenmaschine das einzig Richtige ist." -  Fräulein Lotte: "Mein Verlobter hat mir schon versprochen: Wenn wir mal heiraten, kommt sofort ein Starmix ins Haus." (1959)

 


 

                            
Jenaer Glas - "Das war das richtige Geschenk!" (1959)
 

"Mit Strom Freude schenken" (1959)

 


                                     

"Frische ist Jugend - Sauberkeit ist Tugend" (1955)

 

"Strahlend kommt sie vom Friseur" (1953)

 


 

"...Vater hat nichts dagegen...seit ich - wie er - GLORIA rauche" (1952)

 

"Man müßte...

Man müßte eigentlich Tag für Tag etwas für seine Gesundheit tun, zum Beispiel jeden Morgen schwimmen gehen. Aber wer kann das schon?

Etwas jedoch kann jeder für sich tun: Mit Bedacht die Cigarette wählen. Wer FILTRA raucht, der fühlt sich immer frisch und fit." - "Bleib fit  - rauch FILTRA"" (1955)

 

 

 

 

                                            

 

 

 

                                                                "rauche staune gute Laune"

 

                                                                                                                                                                                                                                          (1955)

 

Frauen, die nicht selbst rauchen, scheinen es immerhin zu mögen, von IHM angepafft zu werden...

                               
"Immer mehr Männer rauchen Zigarren. Immer mehr Frauen finden das chic." (1963)
  "Clan-Raucher müßte man sein!" (1964)
 

"Exclusiv Tobaccos - Wer Milde mag, mag beide." (1974)

 


                                           

1956

 

1956

 

1956

 


CDU Wahlwerbung, 1957: "Selbst der Lippenstift bestätigt es: Uns allen geht es besser!" - "Auch das ist ein Vorzug von Erhards sozialer Marktwirtschaft: die Frauen können sich wieder pflegen, sie können sich chic nach ihrem Geschmack kleiden, das Leben macht wieder Freude - für uns alle. Auch wenn Sie darüber lächeln - selbst der Lippenstift bestätigt es: uns allen geht es besser."

 


 

Aus dem eigentlich geschlechtsneutralen "do-it-yourself" wurde im deutschen bezeichnenderweise ein "selbst ist der Mann". Immerhin darf Frau Handlangerdienste leisten. (1960)

 

 


                   

"Den beiden geht's gut", Werbung der Autounion (1952)

 

"IHR sehnlichster Wunsch: der eigene Wagen erfüllbar durch Lloyd" (1953)

 


                         

"o.b. können Sie vertrauen!" Mehr Lebensfreude - das ist das Ergebnis einer fortschrittlichen Hygiene, die es der Frau erlaubt, sich an allen Tagen unbehindert, sicher und gesund zu fühlen." (1955)

 

"Die neue Camelia - Allen Frauen bietet Camelia eine Steigerung der Sicherheit und des Selbstvertrauens." (1959)

 

 

"Frau hinter Glas?"

"Diese vielbeschäftigte Ärztin hinter der Windschutzscheibe ist Tag und Nacht bereit, anderen zu helfen - selbst an den kritischen Tagen. Aber auch das Mädchen vor der Windschutzscheibe erfüllt seine Pflichten - Tag für Tag!

Beiden Frauen gibt die millionenfach bewährte CAMELIA-Hygiene in den kritischen Tagen jene Sicherheit, die im Lebenskampf benötigt wird. Die naturgemäße CAMELIA-Hygiene stört oder beeinflußt in keiner Weise die körperlichen Vorgänge.

"Camelia" gibt allen Frauen Sicherheit und Selbstvertrauen!" - Zeitschriftenwerbung (1954)

 

 

"Warum macht sie nicht mit?? - Warum steht sie so traurig beiseite, wenn andere fröhlich in den Frühling fahren? Fühlt sie sich vielleicht nicht wohl? Oder hat man ihr eingeredet, daß sie heute besonderer Schonung bedürfe...?" - o.b. (1958)

 

   

Camelia - "Besprechungen...Reisen...Diktat. Wie notwendig ist es für eine Sekretärin, immer sympathisch frisch und gepflegt zu sein." (1962)

 

 



 

Rückschritt!

 

 

"Herr sein frei sein erfolgreich sein

...mit einer Bella von Zündapp - - sie bezaubert und verzaubert, man fühlt es selbst: man ist "Wer", man "kommt an" - sie kennzeichnet den Tüchtigen und Erfolgreichen. (1958)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 "Was Mädchen...

an einer Honda so gut gefällt, ist der Junge, der sie fährt." - Zeitschriftenwerbung (1964)

 

 



 

 

IHR "sehnlichster Wunsch" ?

"Liebste,

weil Du damals meine Frau geworden bist,

weil Du unsere Kinder aufgezogen hast - während ich dazu nur gute Ratschläge gab,

weil Du einige hundert Socken von mir gestopft hast und es Dir nie zuviel wurde,

weil Du tausende Mahlzeiten ausgedacht und mit Liebe zubereitet hast,

weil Du, wenn ich dann oft nicht pünktlich zum Essen kam, trotzdem lächelnd in der Tür  standest,

weil Du mir unzählige Male meine Krawatte gebunden und meine Brille oder Feuerzeug - weiß der Himmel wie oft - gesucht hast,

 

 

 

weil Du mich mit Zärtlichkeit gepflegt hast - auch wenn ich nur einen Schnupfen hatte,

weil Du niemals bei meinem ewigen Nörgeln über den teuren Haushalt böse geworden bist,

weil Du Dir schon seit unserer Hochzeit elegante Wäsche wünschst, Du aber zu selbstlos bist, unser Geld für Deinen sehnlichsten Wunsch auszugeben,

weil Du eben Du bist - Liebling, hat Dir heute Dein langweiliger Ehemann endlich Deinen geheimen Wunsch erfüllt.

Dein Peter

(aus einem Wäscheprospekt von ca. 1955)

 


 

 

"Ein Wunschtraum der modernen Frau geht in Erfüllung"

 "Eine Umfrage in Amerika, in der Schweiz und in Schweden hat ergeben, daß in den heißen Sommermonaten der überwiegende Großteil aller Frauen ohne Hose, nur in der Schlafanzugjacke schläft. (...)  Unsere entzückenden "Miami-Hemdchen", von den weilbichen Filmstars Hollywoods kreiert, erfüllen diesen Wunsch von Tausenden! Hauchdünn, duftig und zart (...) stellen sie das Lieblichste dar, das man sich denken kann. Für die moderne Frau sollte es keine Sommernacht ohne "Miami-Hemdchen" geben." (aus einem Wäschekatalog um 1955)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da nahm sie ihre Gitarre...

"Sie findet Anklang - ...überall ist sie gern gesehen - jeder mag sie gut leiden. Ihr natürlicher Charme und ihre vollkommene Figur lassen sie zum Mittelpunkt jeder Gesellschaft werden." - Triumph, Zeitschriftenwerbung (1957)

 

 



 

              

"Das neueste Hobby der Frauen: Filmen und Fotografieren (...denn hinderliche Technik gibt's nicht mehr)", Prospekt, Kaufhof (1966)

  "Warum dieses Philips Tonbandgerät so einfach zu bedienen ist wie ein Radio..." - offenbar so einfach, dass das sogar eine Frau kann... Zeitschriftenwerbung (1964)

 

Einige Jahre zuvor brauchte frau noch einen Mann an ihrer Seite, um mit der Technik klarzukommen...(Agfa-Pospekt, 1959)

 


 

 

"So ist die Frau von heute"

"Will sie wirklich keine Kinder und sich nur amüsieren? Ist ihr der Mann egal und zählt für sie nur die Karriere? Ist sie in Sachen Mode noch immer hinter dem Mond? Malt sie sich an wie ein Indianer oder ist Schminken für sie Sünde? Liebt sie die Freiheit über alles oder kann sie treu sein? Fängt für sie die Unmoral schon am tiefen Ausschnitt an? Fürchtet sie die Pfunde, die sie morgens auf die Waage bringt? Hält sie ihre eigene Unterwäsche für "ein bißchen skandalös"? Hat sie in ihrem Leben wirklich nur ein Buch gelesen?" - aus: REVUE (1964)

 

 


             

Constanze -"So lebt die Junggesellin" (1962)

  Kaufhaus Merkur - "Sich täglich auf zu Hause freuen..." - ">My home is my castle< - tatsächlich, es ist Ihre Burg, Ihre Zuflucht vor der Turbulenz des Alltags:" oben: "ein junges Zimmer für die alleinstehende Dame und das junge Mädchen", Möbelprospekt, schätzungsweise um 1960 - mehr Wohnungseinrichtungen für Alleinstehende HIER

 


                                   

HÖR ZU (1965)

       

 


Paperdoll, Auschneidepuppe, Anziehpuppe aus den 60er Jahren. - Baby? Augenscheinlich nicht so wichtig...

 


 

 

"Die Frau von heute - Eine Jungfrau mit Vergangenheit"

"Jahrhunderte war sie dem Mann untergeordnet - Heute ist sie gleichberechtigt - Sie kann wählen, aber ihre politische Bildung ist oberflächlich - Im Beruf konkurriert sie mit dem Mann, wird ihm ähnlicher und unweiblicher - Sie kann nicht mehr in der Rolle der Gattin, Mutter und Hausfrau aufgehen - In der Liebe ist sie freier geworden, und doch will sie den Mann, der bestimmt und bei dem sie sich anlehnen darf - Sie schwankt zwischen Aktivität und Passivität, zwischen Tradition und Emanzipation" - aus "Kristall - Die aussergewöhnliche Illustrierte" (1963)

 

 


 

"Bald sind wir vier!

"Um die Arbeit ein wenig zu erleichtern, kauft man in dieser Zeit am besten gleich in größeren Mengen ein. Der junge Vater hilft natürlich - besonders beim Tragen. Die Mutti hat viel Bewegungsfreiheit im braun-beigen Composé-Kostümchen mit der streckenden Knopfleiste." (1966)

 

 


                     

Obacht Männer! Augen auf bei der Partnerwahl...Er (oben) hat's augenscheinlich gut getroffen. "Kann sich Ihr Mann über zu wenig Butter beklagen?" (1966)

 

Dieser sympathische Zeitgenosse hingegen hat bei der Auswahl seiner Gattin offensichtlich weniger Glück gehabt: "Schatz!!! Da ist ja Parfüm im Essen!" (1968)

 


                 
"Warum waschen die meisten Frauen von Tennisspielern mit Persil?" (1968)  

Reizvoller Vergleich: in einer Persil-Reklame aus dem Jahr 1926 spielt eine selbstbewusste Frau offensichtlich noch selbst Tennis: "natürlich auch mit Persil waschen lassen?!?"

 


              

"Muss es ihm erst auffallen? - NIVEA-Gesichtspflege erhält jugendlicher Haut ihre natürliche Frische; älterer Haut aber schenkt sie neue Elastizität." (1957)

  "Bald 30, wird's jetzt kritisch?" (1968)
  "Ein Mann darf Falten haben. Eine Frau nicht." (1971)

 

"Von Wissenschaftlern für Endocil entdeckt: Der einzigartige Schönheits-Wirkstoff. Denn Männer wollen, daß Frauen nicht altern." (1972)

 


 

                                       

Rama - "Bitte, nicht stören! Jetzt haben wir Hausfrauen unser Zweites-Frühstücks-Viertelstündchen." (1971)

       

 


 

 

"Platz machen, meine Herren!"

 

"Frauen dürfen schick und modern sein für "ihn". Sie dürfen putzen wie die Teufel und kochen wie die Götter. An ein Bankkonto dürfen sie nicht? Mehr Vertrauen, meine Herren! Abgezählte Scheine in der Haushaltstüte passen nicht zu einer modernen Frau. Sie zahlt mit Scheck und Scheckkarte." - Dresdner Bank, Zeitschriftenwerbung (1970)

 

 


Kaufhausprospekt "An alle Haushaltungen" - "Geschenke beizeiten kaufen" (1972)

 


 

 

"Ich war...

eine gelangweilte Hausfrau.

Ich war's. - Jahrelange Langeweile mit allem Komfort liegt hinter mir. (...) Also tat ich etwas und wurde Schwesternhelferin. Heute weiß ich nicht mehr, was Langeweile ist." - Zeitschriftenwerbung (1972)

                             

 

 

 

 

"Was bedeutet für Millionen beruftstätiger Frauen Feierabend? - Arbeit!"

"Mehr Vitamine halten fit: Multibionta-forte. - Die Berufsarbeit ist geschafft. Aber die Hetze geht weiter: Die Familie wartet aufs Abendessen. Dann kommt die Wohnung dran. Die Kinder müssen ins Bett. Tag für Tag.  Abend für Abend. Kraft und Nerven werden oft überfordert. Abgespanntheit und erhöhte Reizbarkeit aber können Anzeichen eines Vitaminmangels sein. - Zeitschriftenwerbung (1974)

 

 


 

                                 

1975 ist frau "Freier als früher." und darf lt. Zeitschriftenwerbung der Firma Schiesser auch schon mal ungehemmt Kuchen essen.

  Die Folgen werden ihr jedoch in derselben Zeitschrift, nur wenige Seite weiter, drastisch klar gemacht: "Übergewicht macht krankheitsanfälliger und mindert die Lebenserwartung (von der Liebeserwartung ganz zu schweigen)."  

Also: Wieder nix mit Kuchen..."ilgonetten statt Zucker - und Sie sparen Kalorien."


 

Aber wenn frau gut drauf ist, sind auch ein paar Kilo zuviel kein Problem:

 

"Wir suchen die fröhliche Dicke! Wer weiß denn heute, daß die üppige Frau die sinnlichste Haut hat, seidenweich und rosig, weil sie viel Feuchtigkeit enthält, frisch bis ins Alter? Wer kennt ihre unvergleichlich runde, weiche Schulter, den glatten Rücken ohne abstehende Schulterblätter und knochige Wirbel? Wer kennt ihr warmes heiteres Temperament, ihre liebe Art mit einem Schuß Selbstironie? - Eine Frau, die es nicht schafft, sich selbst zu disziplinieren, ist auch nachsichtig und tolerant. Und wer das Glück hat, eine solche Frau zu lieben, der wird mit vielem belohnt. - Wo ist sie, diese Frau natürlich, frisch wie ein Pfirsich, die Frau, die es schafft, so genommen zu werden, wie sie ist - und die es schafft, sich selbst zu bejahen, obwohl die Modewelt kein Auge für sie hat. Wir suchen die Frau, die es uns beweist: es ist schön, üppig zu sein. - Triumph. Schönheit, die man einfach anzieht." - Triumph, Zeitschriftenwerbung (1975)

  


                                       

"Tante Renate ist kugelrund - Na, und? ARWA paßt und sitzt." (1970)

  halbarine - "Was Ihrer Linie recht ist, ist seinem Herzen billig." (1973)    

           


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