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Spielzeug der 1970er Jahre - Einige der hier gezeigten 70er-Jahre-Spielzeuge sind auch schon auf anderen Seiten des virtuellen Spielzeugmuseums zu sehen. Da die Nachfrage nach Objekten aus dieser Zeit momentan recht groß ist, habe ich an dieser Stelle einmal diverses Material zusammengefasst.

Ein Hinweis in eigener Sache: Am 19.11.2021 startet im Heimatmuseum Reutlingen die Ausstellung "Im Kinderzimmer wird's orange" - siehe "Ausstellungen"


 

                 
Das Original: Hüpfball "Space-Hopper" - Werbung (1970)   "Fröhlich mit Pon-Pon" - Werbung (1970)   Hüpfball "Space-Hopper", Durchmesser ca. 60cm

 

                   

Sichtliche Freude beim Geburtstagskind über das Geburtstagsgeschenk! Die missmutig dreinschauenden Gäste ahnen wohl schon, dass sie erstmal nicht mitspielen dürfen...

   Der neue Hüpfball wird direkt ausprobiert.

 


                  

"TICK TACK-Kugelspiel - ein sportliches Geschicklichkeitsspiel, bei dem die Kugeln in verschiedenen Richtungen möglichst oft zusammenprallen sollen."

   

 

In den frühen 70er Jahren zumindest für einen Sommer lang DAS Spielzeug schlechthin: Klick-Klacks (Klick-Klack, Click-Clack). Weiß noch jemand, wann genau das war? Und ob es noch andere Namen dafür gab? KONTAKT  Vielen Dank an Marianne für folgende Email: "Es war genau 1971 und bei uns in Niederbayern hießen sie Klickerkugeln. Ich kann mich deshalb so genau daran erinnern, weil ich sie mir selber baute und mir beim Spielen immer die Kugeln auf die Daumen krachten, sodass ich da immer sehr viele blaue Flecke hatte."

Mariannes Erinnerung hat nicht getrogen: Mittlerweile habe ich oben stehende Werbung aus dem Jahr 1971 entdeckt: "Tick Tack-Kugelspiel, ein sportliches Geschicklichkeitsspiel, bei dem die Kugeln in verschiedenen Richtungen möglichst oft zusammenprallen sollen."
 
Weitere Erinnerungen: "KLICKER KLACKER  im Sauerland genannt" (Dank an Katrin)
 
Vielen Dank an Dirk aus Berlin für diese Info: "In Berlin nannte man das Tick-Tack Spiel einfach nur "Klicker", ich hatte solches 1971 geschenkt bekommen:-)

"Als hamburger erinnere ich mich, dass ein cdu-politiker damals dieses klick-klack-spiel in umlauf gebracht hatte. Wegen der vielen verletzungen musste er den vertrieb auf druck der presse einstellen.Viele grüße, heinrich"

Christina schreibt: "Bei uns in Niedersachsen hiessen die Kugeln Klicker Klacker Kugeln und unsere Oma schenkte sie uns in Orange Anfang der 70er. Allerdings muss ich sagen, dass das Spielen damit nicht gerade Tagfüllend war."

Danke an den Autor Jaromir Konecny: "Ich bin in der soz. Tschechoslowakei aufgewachsen. Wir haben's sicher gespielt, als ich in der achten oder neunten Klasse der Gesamtschule war, also etwa mit 14-16, d.h. um das Jahr 1972. Jetzt bin ich bald 60. Relativ genau weiß ich's, da ein Schüler, um ein Klick-Klack basteln zu können, die Kugeln von allen Hebeln der alten Maschinen (Drehbänke unw.) im Physikkabinett abgschraubt und gestohlen hat. Eine große Affäre war das, im Schulfunk wurde ständig nach dem Dieb gefragt, doch man hat ihn nie gefunden. - Danke, dass Sie mich an Klick-Klack erinnert haben - muss darüber gleich eine Geschichte schreiben:-)"

 


 

                   
   

Frisbee / Wurfscheibe - gemarkt mit dem Logo der Firma Fuchs/Zirndorf und "Made in W. Germany" (1970er Jahre)

Irgendwie hat man zwar das Gefühl, als hätte es Frisbees hierzulande immer schon gegeben, doch kamen sie erst im Laufe der 1970er Jahre nach Deutschland: "Neue Spielepidemie aus Amerika bricht jetzt in Europa aus - heißt Frisbee - macht Riesenspaß - Frisbee ist eine Scheibe" - Werbung in einer Spielzeug-Fachzeitschrift (1970).

 


 

                   

"Bonanzarad" - Mehr dazu HIER

 

"kett-car"

 

Tretauto VW "Käfer" - Mehr Bilder HIER

 


 

Federball-Schläger mit Holzrahmen

 


 

                                       

Wer die WM 2018 für den absoluten Tiefpunkt deutscher Fußballkickerei hält, ist entweder zu jung, die WM 1978 in Argentinien bewusst miterlebt zu haben oder hat diese verdrängt... Nichtsdestotrotz ist der hier gezeigte Merchandising-Ball seinerzeit bei mir intensiv zum Einsatz gekommen, was man ihm auch deutlich ansieht.

       

 


          

Merchandising-Artikel zu Fernsehserien waren in den 1970er Jahren sehr beliebt. Oben ein Brettspiel zu "3 Mädchen und 3 Jungen" (Brady Bunch).

 

Die Charaktere der "Waltons" als Gliederpuppen. Mehr solcher TV-Artikel HIER

 

                   

Sesamstrasse - "Buch und Schallplatte"

  LP "Die Lieder aus der Rappelkiste"    Hörspiel-LP "Barbapapa - Die pfiffigsten Lieder der neuen Fernseh-Kobolde"

 

Schachspiel mit den Charakteren der ab 1976 produzierten Muppet Show

 


 

       

View-Master in 70er-Jahre-orange

     

"Rauchende Colts", Bildscheibe für den Viem-Master

 

 


 

Zu Beginn der 70er Jahre im wahrsten Sinne des Wortes bekannt wie ein bunter Hund: Dackel "Waldi", das Maskottchen der Olympischen Spiele 1972 in München - hier in Gestalt eines über einen halben Meter langen Stofftieres.

 


 

 Faller Hitcar (HiT car")aus den frühen 70er Jahren, eine Autobahn mit ebenso simplem wie spielgerechtem Funktionsprinzip. Die Autos besitzen keinen Motor, sondern werden mit Hilfe eines Gummiband-Katapultes beschleunigt. Ich bedanke mich für folgenden O-Ton des seinerzeitigen Besitzers: "Ich habe wirklich sehr gerne und auch ziemlich lange mit der Faller-Bahn gespielt - dem Ford Capri sieht man es deutlich an. Als dann irgendwann ein wenig die Luft raus war, habe ich die Fahrbahn mit Bauklotz-Barrikaden blockiert und versucht, diese mit dem in Eigenarbeit "leicht modifizierten" Porsche (inklusive spitzen Nägeln im vorgebauten Rammbock) aus dem Weg zu räumen- - Leider hatte ich aber nicht bedacht, dass der Wagen durch das zusätzliche Gewicht dann den Looping nicht mehr schafft. - War aber egal - das Ganze hat auf jeden Fall einen Riesenspaß gemacht" - Auf der netten Werbung aus dem Jahr 1969 ist erstaunlicherweise ein Mädchen zu sehen - ich hab's eigentlich für ein typisches Jungenspielzeug gehalten. War das also Wunschdenken von Faller oder deren Werbeagentur oder hat seinerzeit wirklich ein Mädchen damit gespielt? Wenn ja, bitte melden: KONTAKT - Kaum zu erkennen: Links auf dem Puppenhaus sitzt noch ein weiteres Kind (Junge?), das sich ein Stofftier vor das Gesicht hält. - Was wollte der Fotograf uns damit wohl sagen;-)?

 

                   

   

 

                   
     

 

"Mini Auto Box" samt einer Auswahl zeitgenössischer Spielzeugautos


 

Parkhaus (1970) - MEHR Parkgaragen HIER

 


                              
   

Zeitschriftenwerbung (1974)

 Welchen Spielspaß ein Knackfrosch bringen soll, hat sich mir bis heute nicht erschlossen. Schon als Kind hat mich die ständige Knackerei anderer eher genervt denn animiert, ebenfalls solch ein Teil zu benutzen. - Immerhin passt's in diesem Fall vom Thema her, denn das Knacken ahmt das "Klick" beim Schließen der Sicherheitsgurte im Auto nach, deren Verwendung in den 70er Jahren noch keine Selbstverständlichkeit war (1976 wurde die Gurtpflicht eingeführt) und für deren Nutzung daher mit dem Slogan "KLICK - Erst gurten - dann starten" mit großem Aufwand geworben wurde.

 


 

Meine alte Lego-Eisenbahn. In der Lok befindet sich ein kleiner, verhältnismäßig starker Elektromotor, im Tender sind drei Batterien der Größe "A" verborgen. Verbunden werden die beiden normalerweise mit einem Kabel, das ich für's Foto aber weggelassen habe. Ich hatte solch großen Spaß an der Bahn, dass ich wahrscheinlich Tag und Nacht damit gespielt hätte, wenn nicht die Batterien irgendwann ihren Geist aufgegeben hätten. Neue Batterien waren seinerzeit noch deutlich teurer als heute und das Taschengeld recht bald aufgebraucht.

 


 

Zwar verbirgt sich hinter "Flottenmanöver" im Prinzip lediglich das gute alte, nicht selten in langweiligen Schulstunden heimlich unter dem Tisch gespielte "Schiffe versenken", zu dem man lediglich zwei Blatt kariertes Papier sowie zwei Stifte benötigt, doch kann ich mich erinnern, dass die opulente Aufmachung dieses Spiels den Spaß noch einmal deutlich erhöht hat. Zudem barg es den nicht zu unterschätzenden Vorteil, dass man, wenn man sich einigermaßen geschickt anstellte, recht gut pfuschen konnte, indem man getroffene Schiffe einfach heimlich umsteckte. - Da ich beim darüber zu sehenden "Mensch ärgere Dich nicht" ja bereits offenbart habe, dass ich ein schlechter Verlierer bin, muss ich nun zu meiner Schande auch noch gestehen, dass ich seinerzeit wirklich oft gemogelt habe. Ich möchte mich daher im Nachhinein bei allen "Betrogenen" aufrichtig entschuldigen, kann jedoch nicht versprechen, dass ich heute anders handeln würde - das Verlieren habe ich nämlich leider immer noch nicht gelernt...

 


 

   
Das Einfachste ist manchmal das Beste: Bei "Quak Quak" müssen die aus flexiblem Kunststoff bestehenden "Frösche" durch Drücken auf das Hinterteil in den Brunnen geschnipst werden.   Ich konnte seinerzeit (in den späten 1970er Jahren) immer erst damit aufhören, wenn die Fingerkuppe des "Drückefingers" zu schmerzen begann...

 

 


               

    Tischflipper "Grand Prix" - abgebildet ist der spektakuläre "Six-Wheeler" von Tyrell, ein Formel 1 Rennwagen mit 6 Rädern, der erstmals 1976 bei einem Rennen eingesetzt wurde.

 


 

              
Blechbad der "Metallwarenfabrik Martin Fuchs" aus Zirndorf bei Nürnberg (MFZ), Maße: 42 x 18,5 x 32cm  

Mehr 70er-Jahre-Design geht fast nicht: Aublasbare Spielmöbel in Barbie-Größe

 


 

                  

Puppenstuben der Firma Modella - ein Spiegel der 70er-Jahre-Wohnkultur - Mehr HIER

  Katrin freut sich zu Weihnachten über eine "Modella"-Puppenstube (1970)

 

Typisch für die Wohnkultur der 1970er Jahre: Schrankwand und Sitzlandschaft - hier auch in der Puppenstube

 


In den 1970er Jahren weit verbreitet: "Graficus Zeichenspiel" der Firma Magneto

 


 

     

"ministeck MOSAIK", Steckspiel

 

Freude über eine große Packung "ministeck" unter dem Weihnachtsbaum (1973)

 


Stikker-Baukasten Nr.1 von Dr.Oetker, "Stikker sind zum Stecken da". Die Dr.Oetker-Idee,  Eisstiele zu verwenden, mit denen man später basteln konnte, wurde seinerzeit (frühe 70er?) mit großem Werbeaufwand unterstützt und war wohl auch recht verkaufsfördernd. Dem "Stikker-Baukäasten" war - da heute extrem selten zu finden - aber offensichtlich kein großer Erfolg beschieden. Außerdem habe ich noch nie einen Baukasten mit der Nr.2 entdecken können.

 


 

In den frühen 1970er Jahren mussten sich die bundesdeutschen Schüler - ich inbegriffen - mit der Mengenlehre abgeben. Als man's einigermaßen begriffen hatte, wurd's auch schon wieder abgeschafft... - Spielerisch vermitteln wollte die Mengenlehre das gleichnamige NORIS-Spiel: "Im Umgang mit diesem vielseitigen Spiel können sich Vorschulkinder, Schulkinder und Erwachsene spielerisch mit der Mengenlehre auseinandersetzen. Logische Zusammenhänge und Ordnungsstrukturen werden erkannt." - Na, da kam bestimmt Freude auf!

 


                   

fischertechnik - Baukasten "mot1"

 

fischertechnik - "Ein Konstruktionsspiel für Kinder-Jugend-hobby-Jahre" - "Das System, aus dem man nie herauswächst", Zeitschriftenwerbung (1973)

 

 


                   

SuperHirn professional - "Ein Denk und Taktikspiel für 2 bewährte Superhirne"

 

Ein Spieler steckt eine beliebeige Farbkompination, der andere muss versuchen, diese durch Kombinieren herauszufinden. Ein weißer Sticker bedeutet, dass die Farbe richtig ist, ein schwarzer, dass sowohl Farbe als auch Position stimmen. Die zu ermittelnde Reihe (oben) ist normalerweise natürlich abgedeckt...

 


 

                   

Spielküche aus Blech in schönstem 70er-Jahre-Design

 

Heute Kult: Die Pril-Blumen (Zeitschriftenwerbung, 1972)

 


 

                      
Puppe "Kullertränchen"   Kindermöbel, Tischhöhe ca. 53 cm

 

 


                

Monchichis! Entweder man mag sie oder man mag sie nicht. Ich selbst z.B... - Egal! Da ich immer häufiger Resonanz von in den 1970er Jahren geborenen Besuchern bekomme, die ihre Spielzeuge vermissen, habe ich mir vorgenommen, vermehrt Spielsachen aus dieser Zeit online zu stellen.

 

""Seht her!" Die Monchichis sind da!", Zeitschriftenwerbung

 


Kleine bunte Monster - schon eher mein Ding als die Monchichis...

 


 

                   

Big Jim

 

"BIG JIM Abenteuer Box", Maße (ohne Tragegriff): 32 x 26 x 7 cm

  BIG JIM - Die Abenteuerfigur für Jungen", Zeitschriftenwerbung (1975)

 


 

In nahezu jeder Spielzeugkiste zu finden: Kleine Plastikfiguren von Herstellern wie Timpo Toys, Plasty, Elastolin und anderen. Gesamthöhe ca. 8 cm

 


 

Das legendäre Piratenschiff von Playmobil, aufgehübscht mit Buntstiften, die es extra für diesen Zweck von der Herstellerfirma Geobra zu kaufen gab. Als der Siegeszug von Playmobil begann, war ich schon aus dem Spielalter heraus. Da ich die Spiel-Männlein von Anfang an ziemlich uncool fand, hätte es aber wohl auch nie auf meinem Wunschzettel gestanden. Gekauft hatte ich es schweren Herzens, weil ich in meinen Spielzeugausstellungen mehr Spielzeug der 1970er Jahre zeigen möchte. - Aber was soll ich sagen: Als es die Post brachte und ich es auspackte, kam ich unwillkürlich ins Spielen. Alles passt, alles ist durchdacht, es wirkt imposant (Länge ca. 64 cm) und wertig und eröffnet immens viele Spielmöglichkeiten. Klasse Teil!  Wenn nur die Spielfiguren nicht so uncool aussehen würden... Immerhin waren im Gegensatz zu den aktuellen Modellen bei den alten Piratenschiff-Besatzungen wenigstens keine Frauen dabei - die haben nämlich auf einem Piratenschiff absolut nichts zu suchen;-)

 


 

Schlumpf-Figuren im Schlumpfhaus-Setzkasten

 

                               
         

 

 

Aus technischer Sicht heute natürlich ein Witz - in den 1970er aber ganz was Neues und ein Renner: Telespiele! Hier "Blaupunkt tv-action - Der aktive Bildschirm-Spaß." aus dem Jahr 1976.


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